„Sozialer Impact und Profit gehen Hand in Hand.“

Den Geschäftssinn hat Paula Schwarz von ihrem Vater, der als Inves­tor für Start-ups tätig ist. Seit ihrer Jugend beschäftigt sie sich mit der Frage, wie man Profit – außer durch Geld – noch messen kann. Nach ihrem Studium an der FU Berlin und in Stanford reiste Paula nach Afrika, um dort im Venture Bus sogenannte underprivileged founders zu coa­chen – die Geburtsstunde ihres eigenen Unternehmens: Das „Startup Boat“.

Bitte erzähl uns ein wenig über dich …
Ich bin halb deutsch und halb griechisch. Mein Vater ist Investor im Start-up Bereich. Ich habe mich seit meiner Jugend immer sehr dafür interessiert, wie man Profit außer durch Geld noch messen kann. Auf meinem Weg bin ich viel mit innovativem Denken in Kontakt gekommen und habe bereits früh meine Liebe für das Reisen und das Kennenlernen von Menschen entdeckt. Nach meinem Studium der Politikwissenschaft in Berlin verbrachte ich eine Weile bei 500Startups und der Stanford Universität in den USA, wo ich mich auf die Analyse der Performance von sogenannten ‘underprivileged founders’ auseinander setzte. Das Konzept des Startup Boat entwickelte ich als Mentorin für den Venture Bus in Afrika. Hier coachte ich in einem Bus von Tanzania über Kenya, Uganda und Ruanda internationale Teams im Bereich Business Development und stieg am Ende in ein Team ein, nämlich in die Carpooling Platform Jambocar.

Paula Schwarz, Startup Boat, soziales Start-upWas steckt hinter der Idee des Startup Boats?
Die Idee hinter Startup Boat dreht sich darum, Menschen anhand von Design Thinking-Methoden die Möglichkeit zu geben, auf andere und freiere Art miteinander über Lösungen zu sozialen Problemstellungen zu brainstormen. Ich glaube daran, dass wir mittlerweile jede Möglichkeit haben, unsere Fähigkeiten als Unternehmer dafür einzusetzen, die Welt zu verbessern. Ich finde, dass vor allem Start-ups einen tollen Mehrwert für humanitäre Hilfe durch ihre Technologie bieten können. Ich habe schon oft versucht, Firmen dazu zu motivieren, kleineren NGOs ihre Technik ,zu leihen’. Meistens sind Start-ups und Firmen leider nicht dazu bereit. Das liegt zum einen daran, dass sie keinen eigenen Nutzen davon haben. Ein Verhalten, das ich sehr schade finde. Zum anderen haben viele Start-ups und Firmen über die letzten Jahre des schnellen Wachstums technisch ziemlich unsinnige Dinge gebaut und möchten ihre Technik schon deshalb nicht verfügbar machen, weil sich das Chaos negativ auf ihr Image auswirken würde. Als junger, technologie­­affiner Mitarbeiter würde ich mir das technische Setup einer Firma in Bezug auf die Zusammensetzung von Teams, das Verhältnis zu mobilem Arbeiten und dem Management von Projekten genauer ansehen.


Mehr Informationen unter startupboat.eu.


Weitere Beiträge rund um Start-ups findet ihr auf dieser Übersichtsseite.

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