Die Zukunft der Mobilität auf zwei Rädern

Technik auf High-End-Niveau gibt es nicht nur bei großen Autos – sondern seit neuestem auch kompakt. Der Ujet E-Scooter stellt sich der He­rausforderung, altmodisches Denken abzulösen: Vom Design bis zur Technik setzt er neue, futuristische Maßstäbe. An seiner Entwicklung maßgeblich beteiligt war Modis, Dienstleister für die Industrie 4.0.

Geräuschlos gleiten sie über die Straßen, beschleunigen oft aber überraschend stark: Fahrräder, Autos und inzwischen auch Motorroller mit Elektroantrieb erobern den Verkehr. In Metropolen wie Berlin gelten E-Scooter als Fortbewegungsmittel der Zukunft. Im innerstädtischen Verkehr verbinden Roller die Schnelligkeit von Autos mit der Beweglichkeit von Fahrrädern: Sie schlängeln sich behände durch den Stau. Wirklicher Futurismus ist den meisten Modellen aber noch fremd. Sie orientieren sich viel mehr am klassischen Rollerdesign und verschenken damit Freiheiten, die sich aus der Antriebstechnik für emissionsfreies Fahren ergeben.

Der luxemburgische E-Scooter Spezialist Ujet bringt jetzt aber Veränderung zu altmodischen Designs. Zusammen mit dem Engineering Dienstleister Modis haben sie einen futuristischen Prototyp konzipiert. Das Gefährt verdankt seine einzigartige Optik vor allem neuen technischen Lösungen und einem innovativen An­triebs­konzept. Dazu kommt sogar ein eigener Bordcomputer, der via Augmented Reality Parkplätze findet. Außerdem lässt sich der Prototyp in maximalem Maße vom Kunden selbst konfigurieren und wartet in seinem Design mit speichenlosen Orbitalrädern auf.

Für diese innovative Bauweise, insbesondere der Elektronik waren die Entwicklungsspezialisten von Modis zuständig – im ersten Schritt für einen vollwertigen Elektromotor inklusive integrierter Leistungselektronik. Ein kleines Ingenieurs-Team aus Zwickau hat dazu über drei Monate hinweg alle wesentlichen Bauelemente entwickelt und in das bestehende System von Ujet integriert. Im Ergebnis wird der Roller von einem 4 kW (5,5 PS) starken E-Motor angetrieben, der in die Hinterradnabe integriert ist. Er beschleunigt den E-Scooter bis maximal 45 km/h. Der Akku reicht je nach gewählter Größe für 70 oder 150 Kilometer. Das Heck mit Batterie und Sitzbank lässt sich sogar abnehmen und wie ein Trolley zur nächsten Steckdose transportieren. 

„Die besondere Herausforderung für uns als Entwicklungsteam lag darin, den engen Zeitplan zu koordinieren. Vor allem, weil es so viele Änderungen im Entwicklungsverlauf gab“, erklärt Martin Heinz, Leiter des Modis Competence Center Elektronik. Im weiteren Projektverlauf kamen für Modis daher Komponenten wie die Entwicklung des Kabelbaums, die Vernetzung der einzelnen Steuergeräte über einen CANbus oder die Entwicklung des DC/DC-Wandlers für den Scooter hinzu. Das Konzeptdesign gestaltete das Team unter Verwendung gängiger Engineering-Tools – wie zum Beispiel Altium, Cativa V5 und PeakCAN zum Test. Wie auch bei ähnlichen Projekten teilten sich dabei mehrere Teampartner mit ihren jeweiligen Kernkompetenzen die Entwicklungsarbeit.

In der technischen Ausgestaltung des E-Scooters legten die Macher besonderen Fokus auf den Bordcomputer und die Ausrüstung des E-Scooters mit umfangreicher Konnektivitätstechnik. Er verfügt über GPS, Wi-Fi und Bluetooth. Mit einer speziellen Smartphone-App lässt sich der Roller freischalten. Das Cockpit bietet ein großes TFT-Display, das nicht nur die fahrrelevanten Informationen anzeigt, sondern zusammen mit speziellen Bedientasten am Lenker außerdem die Nutzung von Navigation, Musikstreaming, Telefon und einer montierten HD-Kamera ermöglicht. Das Team von Modis verantwortete im Verlauf der Entwicklung die Hardware sowie Teile der Software, während die restliche Software des Bordcomputers im Entwicklungszentrum des Kunden in Ulm konzipiert wurde.

Smart macht den E-Scooter aber nicht nur seine futuristische Technik, sondern auch das entwickelte Sicherheitskonzept. Der Roller wird per Smartphone-App entriegelt und gestartet, lässt sich mittels Geo-Positioning tracken und gibt bei versuchtem Diebstahl sofort Alarm. Um ganz sicher gehen zu können, ist der Akku des E-Rollers zusätzlich abnehmbar. In nur zwei Stunden können Besitzer den Akku an jeder normalen Steckdose vollständig aufladen und dank integrierten kabellosen Lautsprechern auch noch zur Boombox umfunktionieren. Wem das nicht reicht, der kann den ultraleichten und dennoch robusten Rahmen des Elektrorollers ganz einfach zusammenklappen und mit in die U-Bahn, den Bus oder den Kofferraum nehmen.

Für die vollen Innenstädte unserer Zeit ist der E-Scooter das ideale Gefährt und schont noch dazu Umwelt und Umgebung: Null Emissionen und minimale Geräusche sind seine Merkmale. Die Entwicklungsspezialisten von Modis treffen mit ihrer Konzeption den Trend der „grünen“ Mobilität: Hohes Umweltbewusstsein und alternative Antriebe sind immer gefragter. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI bestätigt in seiner aktuellen Studie, dass Elektroroller spätestens im Jahr 2025 zu einem wichtigen Segment der Elektromobilität werden. Dadurch gelten sie zusammen mit elektrischen Kleinfahrzeugen als vielversprechenstes Fortbewegungsmittel der urbanen Mobilität. Die Frage nach der Reichweite der Scooter spielt zusätzlich kaum eine Rolle, da sie überwiegend in der Großstadt auf kurzen Strecken zum Einsatz kommen – im Ge­gensatz zu Elektroautos.

„Elektroroller werden sich im Individualverkehr definitiv durchsetzen“, bestätigt Sebas­­­tian Krol, Managing Director von Modis Engineering. „Dieser Prototyp kombiniert Technologie, Design und Machbarkeit für den modernen Lifestyle und urbane Mobilität. Bislang kann nichts Vergleichbares am Markt mithalten.“

Nach Fertigung des Prototyps wurden mehreren Testzyklen am Scooter von Ujet durchgeführt, um die Motorabstimmung zu optimieren – natürlich unter Regie der Modis-Spezialisten aus Zwickau. Ende 2017 erfolgte der Marktstart, seitdem wachsen Nachfrage und Produktion stetig. „Wir schätzen besonders die konstruktive und zielführende Zusammenarbeit mit Modis – sie verbindet Professionalität, Qualität und Schnelligkeit“, sagt Patrick David, Geschäftsführer der Ujet Vehicle GmbH in Deutschland, der die Entwicklungsarbeiten des Unternehmens von Ulm aus koordiniert.

Mittlerweile rollt nicht nur der Prototyp des Scooters über deutsche Straßen. Die Serienentwicklung und -einführung des Elektorrollers hat Ujet bereits in mehreren europäischen Ländern auf den Weg gebracht. Gegen eine Anzahlung lässt sich der E-Roller seit kurzem sogar online vorbestellen und individuell gestalten: Man kann zusätzlich zur Akkugröße über Diamant- oder Kurvenform, Farbe und Sitzhöhe entscheiden.

Die Kooperation von Ujet mit Modis geht allerdings auch noch weiter. Weitere Entwicklungsprojekte sind bereits geplant und das Team von Modis tüftelt fortgehend an neuen E-Mobilitätskonzepten für die Zukunft.


Als weltweit führender Anbieter von professionellen Lösungen für Engineering, IT und Life Sciences bietet Modis agile Kom­plettlösungen für seine Kunden, einschließlich professioneller Beratung, Projektleistungen, Managed Services, kun­denspezifischen Lösungen und Outsourcing. Als Teil des weltweit führenden HR-Solution Anbieters Adecco Group er­möglicht Modis seinen Mitarbeitern,  Kunden und Kandidaten, sich durch innovative Technologie und internationales Fachwissen weitreichend zu vernetzen.

Die Modis GmbH beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter und Berater und ist für mehr als 6.000 Kunden in 18 Ländern weltweit tätig. Das Modis-Netzwerk mit zwanzig Kompetenzzentren und Liefer­zentren bietet Kunden die Möglichkeit, von Best Practices in ihren Branchen zu profitieren. Kunden erhalten Zugang zu den Ressourcen und dem Expertennetzwerk der Adecco Group – und das in über 60 Ländern. Modis bietet Kandidaten ein konkurrenz­loses, vielfältiges Portfolio an Projekten und Möglichkeiten zur Karriereentwicklung mit der Flexibilität und Sicherheit, die sie benötigen, um erfolgreich zu sein.

Kontakt zu Modis: Martin Heinz, Leiter Competence Center Elektronik martin.heinz@modis.com

Share.