10 Tipps gegen Langeweile während der Corona-Quarantäne

Das gängigste Thema im Frühjahr 2020 – Corona. Keine Sorge: Die Diskussion, inwiefern man sich freiwillig in Quarantäne begeben sollte oder welche Maßnahmen „wirklich“ greifen, ersparen wir euch und uns. Vielmehr möchten wir euch unsere Top 10 Tipps gegen Langeweile während der Corona-Quarantäne an die Hand geben und Lagerkoller vermeiden helfen.

Ob nun freiwillig oder verordnet durch offizielle Katastrophenfälle – wer bei sonnigem Wetter im Haus oder im Fall der Fälle sogar in der staubigen kleinen Single-Wohnung in München sitzt, dem fällt nach ein paar Tagen wirklich die Decke auf den Kopf.

Update 9. April – Mittlerweile hat der Bayerische Landtag bspw. geklärt, dass man zumindest auf einer Bank sitzen und lesen darf. Vorher wurde das als Verstoß durch die Polizei geahndet. Welche Regeln für dich gelten, sind von deinem Bundesland abhängig.

Da es uns von hitech-campus.de nicht anders geht (liebe Grüße aus München an euch alle), haben wir uns zusammengesetzt und die besten Inspirationen jenseits von „Les mal wieder!“ gesammelt:

  1. Gegen das Rumsitzen: Mach die Fenster auf, lass die Sonne und frische Luft rein – und putz gleich mal die Fenster. Gib zu, das hast du vor ziemlich genau einem Jahr zuletzt gemacht und wenn du jetzt eh so viel Zeit hast … Je größer die Wohnung, desto länger ist man beschäftigt. 
    Dein Plus: Ein Hauch Bewegung, hinterher noch mehr Sonnenlicht in der Bude und das tolle Gefühl, den inneren Schweinehund überwunden zu haben.

    1. Nebenbei kann man auch gleich noch entrümpeln – selbst der Kleiderschrank könnte sich darüber freuen – so viele Möglichkeiten, um dem Messi-Dasein Lebewohl zu sagen!
    2. Geh mal deine Ordner durch mit dem ganzen Verwaltungskram und schmeiß den ganzen Papierkram weg, der sich über die Jahre angesammelt hat. Das erleichtert den nächsten Umzug, versprochen.
  2. Gegen die Grübelei: Bestell dir ein mindestens 1000-Teile Puzzle oder kram ein altes aus der Truhe hervor. Die Arbeit, Farben und Formen miteinander zu verknüpfen hält den Kopf beschäftigt und du kannst zusehen, wie vor deinen Augen etwas Neues entsteht. Mittlerweile gibt es auch wirklich coole Motive; es muss also nicht die nächste Großstadt oder der verlassene Strand sein: Asterix & Obelix, Marvel, Star Wars, Herr der Ringe, Disney – es gibt eine mega Auswahl.
    Dein Plus: Geht auch mit einer weiteren Person zusammen.

  3. Gegen die gähnende Leere im Kopf: Bring dir selbst etwas Neues bei. Vielleicht wolltest du schon immer mal Manga zeichnen lernen oder etwas Bestimmtes basteln – oder sogar coden in einer (neuen) Sprache? Oder mal wieder eine Runde Löten und dir ein fancy new toy für die Wohnung basteln? Jetzt hast du Zeit dafür und dein Kopf freut sich mit Sicherheit über eine Herausforderung.
    Dein Plus: Die neu gewonnenen Kenntnisse kannst du später immer wieder einsetzen, wenn die Pandemie schon längst einen Impfstoff verpasst bekommen hat.

  4. Gegen die kulinarische Eintönigkeit: Du wolltest schon immer mal Beef Wellington (Link zur Google-Suche, kein Affiliate) oder ein Shepherds Pie zubereiten? Das Gute ist ja, dass die Lebensmittelläden nach aktuellem Stand offen bleiben. Während die Menschen mit Bunkermentalität eher auf Konserven setzen, kannst du dich mit frischen Zutaten eindecken – sofern natürlich nichts dagegen spricht, dass du dich in die Öffentlichkeit begibst, bitte schätz das Risiko lieber vorsichtig als zu optimistisch ein. Andernfalls kannst du natürlich auch aus eingemachten Produkten etwas nach einem neuen Rezept zubereiten.
    Dein Plus: Wenn die Welt schon stillhält, dann fordere dich selbst heraus! Pro-Tipp: Wenn du ältere Nachbarn hast, informiere sie über mögliche Lieferservices von Supermärkten oder geh für sie miteinkaufen, wenn du selbst den Weg in die Außenwelt gehst.
    Außerdem: Reste lassen sich auch einfrieren. Damit kannst du dann auch Vorräte für später anlegen.
    Nicht zuletzt: Geh einfach mal deine Küche durch und schau, was sich über Jahre in den letzten Ecken angesammelt hat – und was unter Umständen auch mal wegdarf.

  5. Gegen die Einschränkung der Bewegungsfreiheit: Mittels Apps oder einschlägig bekannten Videoplattformen kannst du dir durchaus ein kleines Heim-Training zusammenstellen und auf dem Zimmerboden mit Liegestütz & Co deine Energie sinnvoll verbrauchen und etwas wohltuende Müdigkeit in deinen Körper bringen. So geht dein bisheriger Fitnesslevel nicht ganz verloren, bis die Studios wieder öffnen. Vielleicht findest du ja so auch überhaupt erst den Weg ins Fitness 🙂 Oder: Du lernst Tanzen, ob nun mit oder ohne Partner.
    Dein Plus: Du sitzt nicht nur dumm rum und musst später bei der Wiederaufnahme deines Trainings nicht ganz von vorn anfangen.

  6. Gegen die „Das wollte ich schon lang mal wieder machen“-Gamer-Stimmung: Was bietet sich denn in Quarantäne besser an, als die liebsten Konsolen- oder PC-Games einmal komplett durchzuspielen (sofern möglich)? Zum Glück lässt sich ja auch vieles digital kaufen – somit gibt es einen fast unendlichen Quell an Spielen und der Freude sind kaum Grenzen gesetzt. Vielleicht hat auch jemand noch eine Wii-Konsole angestaubt rumstehen und kann nun ein Revival der Fitnessspiele feiern und damit sogar Spiel, Sport und Geselligkeit mit den Mitbewohnern verknüpfen.
    Dein Plus: Die Einsamkeit lässt sich über Multiplayer Games vermeiden – bei der Kommunikation wird auf jeden Fall genug Abstand gehalten.

  7. Gegen den puren Stillstand: Wie könntest du deine Situation noch langweiliger machen?
    Schreibe einen Brief an dein zukünftiges Ich und spekuliere, was in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren passieren könnte. Oder ganz groß im Kommen: Sortiere dein Bücherregal nach der Größe deiner Bücher, um sie danach nach Alphabet zu sortieren. Auch andere Dinge lassen sich sortieren: DVDs nach deinem Lieblingsschauspieler, CDs nach deinen Lieblingssongs, Getränke nach Alkoholgehalt etc. Manche Dinge werden vielleicht auch schwierig, wenn Musik zum Beispiel nur noch digital verfügbar ist. Dann kann man aber eine neue Playlist erstellen und diese nach der besten Abspiel-Reihenfolge sortieren.
    Dein Plus: Du hast endlich wieder etwas mehr von der Ordnung in deinem Leben, die du „als Erwachsener“ schon lang mal wieder haben wolltest. Und gut aufgestellte Regale sind allemal instagrammable.

  8. Gegen zu volle Wohnungen: Wenn du alles sortiert hast, entscheide, was du eventuell bei online bei Kleinanzeigen veröffentlichen könntest. Anschließend kannst du dich natürlich auch mal an dein Kellerabteil machen oder an Pläne, deine Wohnung neu zu gestalten. Lampen, neue Bilder an der Wand (eigene Fotos entwickeln?).
    Dein Plus: Du erstarrst nicht, sondern entwickelst einen Teil deines Lebens aktiv weiter. Vielleicht entdeckst du auch völlig neue Reize für die Wohnungseinrichtung, Designs oder bekommst durch die Kleinanzeigen überhaupt erst mal das Kleingeld dafür.

  9. Gegen die kalte Jahreszeit: Hast du einen Garten, Balkon oder ein gut nutzbares Fensterbrett? Dann bring den Garten auf Vordermann und plane deine diesjährige Bepflanzung im Detail mit sorgfältiger Onlinerecherche – welche Pflanze braucht wie viel Licht? Wie viel Wasser? Welche hassen andere Pflanzenarten besonders stark? Oder hast du noch Erde im Keller? Dann topf deine alten Pflanzen mal um, die freuen sich auch über ein neues Zuhause.
    Dein Plus: Wenn alles vorbei ist, kannst du sofort in den Baumarkt/das Gartencenter deiner Wahl und im Sommer hast du Blüten oder Nutzpflanzen zur Hand. Coole Sache!

  10. Gegen die mediale Eintönigkeit: Netflix hat viele internationale Serien, die man sich mal zu Gemüte führen könnte, sicher. Wer aber mal raus aus dem Bildschirmgedöns möchte, kann sich unter anderem bei Soundcloud auf die Suche nach neuen Podcasts (Link zur Google-Suche, kein Affiliate) machen.
    Dein Plus: Tausch dich mit Gleichgesinnten online zum Gehörten aus, bewerte mit Sternchen und sorge so dafür, das Qualität sich durchsetzt.

Diese 10 Tipps gegen Langeweile sind zwar nice, aber du hast noch einen ultimativen Tipp, den du mit anderen Lesern teilen möchtest? Schreib ihn uns an lagerkoller@hitech-campus.de!

Für die ganz Harten geht es noch weiter: 

  1. Mach deine Steuererklärung. Das Finanzamt arbeitet weiter und jede noch so kleine Rückzahlung kannst du in dich investieren, ob das nun eine digitale Weiterbildung oder ein massiver Eisbecher sein sollte.
  2. Lad deine Handybilder 2019 auf den Laptop rüber und geh durch, welche du als Fotobuch oder los entwickelt haben möchtest. So erlebst du deine schönsten Erinnerungen gleich noch mal.
  3. Probier was Neues aus: Du wolltest schon immer mal diese E-Roller testen? Jetzt ist die richtige Zeit, denn die Straßen sind vergleichsweise ruhig und du kannst gut üben, falls du dich unsicher fühlst. Außerdem kucken weniger Leute zu ^^

Ach, und der Vollständigkeit halber 10 Sachen, die du während Corona nicht machen solltest:

  1. Aktien und Fonds checken. Die erholen sich schon wieder.
  2. Großeltern oder ältere Verwandte/ Freunde besuchen
  3. Tindern – das kann nur schief gehen.
  4. Wahllos Blogs aufbauen – wenn du sie später nicht mit Inhalten füllen kannst, kreierst du nur digitalen Müll.
  5. „Coole“ Videos drehen – siehe auch Tipp 4.
  6. Tolle Spieleabende mit allen deinen Freunden veranstalten – dann kannst du auch gleich in die Uni oder ins Büro.
  7. Du arbeitest im Home Office? Verwechsel das nicht mit Urlaub oder Ferien.
  8. Kurztrip planen – bis absehbar ist, wie sich das Virus verbreitet, lass das mal.
  9. Unangemeldet in einer Arztpraxis auftauchen – Virus-Roulette.
  10. Klopapier kaufen. Seriously. Ist eh keins mehr da.

Text von Bettina Riedel & Franziska Huber.

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