Als Informatiker:in beim BVA

Hinter dem Bundesverwaltungsamt (BVA) steckt so viel mehr als nur die BAföG-Rückzahlung – ein spannender öffentlicher Arbeitgeber. Um dir einen persönlichen Einblick zu ermöglichen, interviewten wir Nina Kersten, die als studierte Bioinformatikerin quasi einen halben, aber sehr erfolgreichen Quereinstieg hingelegt hat – und das BVA als Arbeitgeber von einer sehr positiven Seite kennenlernte.

Frau Kersten, Sie sind Technical Support Analyst für IT-Fachverfahren im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Was verbirgt sich hinter diesem Titel? Welche aktuelle Herausforderung reizt Sie dabei besonders?
Im Bereich der öffentlichen Sicherheit betreue ich IT-Verfahren von bundesweiter Relevanz im Second-Level-Support. Dabei identifiziere ich technische Fehler durch Logdatenanalysen, zum Beispiel in Splunk und Einsicht in das Anwendersystem, differenziere das Ausmaß dieser Störungen und unterstütze präventiv das Systemmonitoring sowie Systemtests auf jeweiligen Testumgebungen. Mir gefällt die Arbeit in einem Team und die Möglichkeit, neben der technischen Supporttätigkeit Prozesse aktiv mitgestalten zu können. Die Tätigkeit im technischen Second-Level bedeutet im Bundesverwaltungsamt nicht nur die reine Bearbeitung von Störungstickets, sondern erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Eigeninitiative. Besonders herausfordernd ist es, die Detailtiefe abzuwägen und eine geeignete Handlungsstrategie für besondere Problemsituationen zu sondieren.


Alle Aufgaben des BVAs findest du auf dieser Übersichtsseite.


Die öffentliche Sicherheit ist ein umfassendes Gebiet – alles, was mit „Cyber“ zu tun hat, ist sehr en vogue. Inwiefern übernimmt das Bundesverwaltungsamt Aufgaben der öffentlichen Sicherheit?
Unter dem Begriff „Cyber“ verstehe ich „im Internet befindlich, es betreffend“, das Wort wird gern als Präfix verwendet. Im Kontext der öffentlichen Sicherheit im Bundesverwaltungsamt fällt mir dazu als erstes das Stichwort „Cyber-Sicherheitsstrategie“ ein. Da im Bundesverwaltungsamt IT-Verfahren konzipiert und betreut werden, die für die bundesweite Sicherheit essentiell sind, spielt der Begriff „Cyber-“ in der IT des Bundesverwaltungsamtes eine zentrale Rolle.

Die Vorteile eines öffentlichen Arbeitgebers

Haben Sie einen typischen Arbeitstag?
An einem typischen Arbeitstag habe ich reguläre Termine in meinem Team und in meiner Sparringtätigkeit bei der Entwicklung des zu betreuenden IT-Verfahrens. Parallel werden eingehende Störungen analysiert und je nach Tragweite und Komplexität die Entwicklung des IT-Verfahrens mit einbezogen. Wie die Entwicklung einer Software ist auch die Organisation im Team und die Prozessmeldekette im Störungsmanagement im stetigen Wandel. Aus diesem Grund gestalte ich die Optimierung der Organisation im Team und die Prozesse aktiv mit.

Wie schätzen Sie das Miteinander mit den Kolleginnen und Kollegen ein?
Trotz eines standortübergreifenden Arbeitens haben wir im Team eine offene und angenehme Gesprächskultur. Probleme sprechen wir offen an, wir hören einander zu und respektieren auch gegenteilige Meinungen. Erst im Bundesverwaltungsamt habe ich das Prinzip der aktiven Wertschätzung kennengelernt. Das hat mich auch in meinem privaten Umfeld positiv beeinflusst.


Weitere Informationen über die Karriere als Informatiker beim BVA findest du unter anderem hier.


Studiert haben Sie zunächst Bioinformatik und bereits einiges an Praxiserfahrung gesammelt. Was hat Sie persönlich vom Bundesverwaltungsamt als Arbeitgeber überzeugt, zumal es fachlich doch etwas entfernt liegt?
Für mich hat sich herausgestellt: Wer der Bioinformatik treu bleiben möchte, muss in der Regel den weiterführenden Weg im wissenschaftlichen Bereich einschlagen. Mit zunehmender Erfahrung habe ich festgestellt, dass ich gerne praxisnäher und in einem zuverlässigen Arbeitsverhältnis arbeiten möchte. Das habe ich beim Bundesverwaltungsamt gefunden.

Vorurteile gegenüber dem BVA als Arbeitgeber

Nina Kersten studierte Bioinformatik an der Freien Universität Berlin

Gerade Studierende verbinden mit dem Bundesverwaltungsamt vor allem die BAföG-Rückzahlung. Mit welchen Vorurteilen über das Bundesverwaltungsamt als Arbeitgeber würden Sie gerne einmal aufräumen?
Auch ich hatte zu Beginn große Vorurteile von steifen Hierarchien. Und ich dachte, dass moderne Technologien und das Bundesverwaltungsamt nicht zusammenpassen. Das erste Vorurteil wurde schnell aus dem Weg geräumt, als ich meine Kolleginnen und Kollegen kennenlernte. In meinem gesamten beruflichen Umfeld im BVA kommunizieren wir sehr offen und über die gegebenen Hierarchien hinweg respektvoll und auf Augenhöhe. Als Neuling wurde mir von allen Seiten Unterstützung und ein offenes Ohr angeboten. Dies versuche ich auch immer an die neuen Kollegen weiterzugeben.

Sehr beeindruckt hat mich die Komplexität und moderne Herangehensweise der Umsetzung (Agile Softwareentwicklung) sowie der Einsatz moderner technischer Technologien wie etwa die Dockerisierung, No-SQL-Datenbanken, Apache Kafka. Sicherlich entsprechen noch nicht alle IT-Verfahren den modernsten Standards, umso interessanter ist es, den Wandel mitzuerleben und gerade für Hochschulabsolventinnen und -absolventen, diese mitgestalten zu können. 

Mehr über die Vorteile öffentlicher Arbeitgeber findest du in diesem Artikel.

 

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