
Wie Moritz Brühl als Senior Consultant bei msg die Zukunft der Automatisierung gestaltet
Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern die Arbeitswelt rasant und eröffnen für IT-Absolvent:innen und Young Professionals spannende Karrierechancen. Moritz Brühl hat seinen Weg in dieses Berufsfeld gefunden und berät seit Oktober 2023 als Senior Business Consultant der msg-Gruppe Unternehmen zu Robotic Process Automation (RPA) und KI. Im Interview spricht Moritz darüber, wie er in der IT-Beratung einen Beruf mit Sinn gefunden hat, warum ihn RPA und KI begeistern, und wie msg als Arbeitgeber seine Entwicklung unterstützt.
Moritz, du bist bei msg Senior Business Consultant für RPA und KI. Was machst du genau und wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Grundsätzlich unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Geschäftsprozesse smarter zu gestalten und durch innovative Ansätze zu automatisieren. Ich gehöre zum übergreifenden Fachbereich für KI der msg-Gruppe, das heißt ich arbeite an Projekten in ganz verschiedenen Branchen, zum Beispiel für Versicherungen, die Automobilbranche oder den öffentlichen Sektor. Aktuell begleite ich eine große Krankenversicherung bei der Migration von Daten und der Automatisierung verschiedenster Prozesse. Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich: Je nach Projekt bin ich nicht nur Berater, sondern auch Projektmanager, Architekt, Entwickler oder Projektleiter. Das hängt davon ab, wie viele Personen gleichzeitig an einem Projekt mitwirken und welche Anforderungen gestellt werden.
Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Meine beruflichen Wurzeln liegen im Versicherungsvertrieb und in der Wirtschaftsprüfung. Mit Automatisierung kam ich das erste Mal in Berührung, als ich nach Wegen gesucht habe, Prozessschritte für die Berichtskontrolle zu automatisieren. So habe ich mich erstmals intensiver mit RPA beschäftigt. Nach einer Zwischenstation im Softwaretesting habe ich gemerkt, dass es eine Stärke von mir ist, aktiv an der Entwicklung von Lösungen zu arbeiten. Deshalb habe ich mich für die Beratung entschieden. Außerdem wollte ich mich auf das Thema Prozessautomatisierung spezialisieren. Bei msg kann ich beide Kompetenzen zusammenführen.
„msg bietet die ideale Verknüpfung aus RPA, KI und Beratung“
Und wie hast du dein Wissen im Bereich RPA und KI ausgebaut?
Zum einen durch praktische Erfahrung und meine Motivation, die Themen zu durchdringen. Zum anderen habe ich mich 2022, einige Monate vor dem Launch von ChatGPT, für einen berufsbegleitenden Master in angewandter KI entschieden. Ich wollte die Technologie wirklich verstehen und entmystifizieren. Das hilft mir bis heute in der praktischen Anwendung. Ich kann das Masterstudium jedem empfehlen, der sich für den Bereich interessiert.
Wie kam es dazu, dass du dich bei msg beworben hast?
Als eines von wenigen Unternehmen hat sich msg schon früh intensiv mit RPA beschäftigt und bot dadurch genau die ideale Verknüpfung aus RPA, KI und Beratung, die ich gesucht habe. Im Bewerbungsprozess habe ich mich dann ebenfalls sehr wohl gefühlt.
Was zeichnet für dich msg heute als Arbeitgeber aus?
Was msg für mich als Arbeitgeber besonders auszeichnet, ist die große Vielfalt an Projekten und die Möglichkeit, immer wieder Neues zu lernen. Wenn ich auf eine spannende Entwicklung stoße, erhalte ich den Freiraum, mich intensiver damit zu beschäftigen und auszuloten, wie sich das auf unsere Kunden und die Beratung auswirkt. Außerdem werden viele Entwicklungsmöglichkeiten geboten, etwa durch Weiterbildungen oder Zertifizierungen. So können wir Themen gezielt vorantreiben. Darüber hinaus finde ich auch das Zwischenmenschliche entscheidend. Schon beim Onboarding wurde ich durch einen Mentor unterstützt, der mir geholfen hat, mich schnell im Unternehmen zurechtzufinden. Auch auf den Projekten konnte ich schnell Verantwortung übernehmen und mich einbringen. Das habe ich als wertschätzend empfunden. Insgesamt hat msg eine offene Unternehmenskultur, ich schätze das gute Verhältnis zu den Vorgesetzten und auch die flexible Zusammenarbeit im deutschlandweiten Team. Damit das gelingt, wird darauf geachtet, dass wir uns regelmäßig austauschen und auch persönlich treffen – zum Beispiel zu wichtigen Meilensteinen eines Projekts.
„Je nach Projekt bin ich nicht nur Berater, sondern auch Projektmanager, Architekt, Entwickler oder Projektleiter“
Dein Fokus ist RPA. Was genau ist darunter zu verstehen und wie hängt sie mit KI zusammen?
RPA steht für Robotic Process Automation und bedeutet, dass Software-Roboter wiederkehrende, manuelle Aufgaben übernehmen – wie ein „Klickautomat“, der zum Beispiel Excel-Daten automatisch in Anwendungen überträgt. Damit können wir bei Migrationen oder Routineaufgaben viel Zeit sparen und für stabile, zuverlässige Prozesse sorgen. Aus meiner Sicht ist RPA in vielen Fällen für die grundlegenden Automatisierungsschritte sehr gut geeignet. KI kann gezielt zur weiteren Optimierung eingesetzt werden, etwa für komplexe Analysen oder intelligente Sortierungen. Oft wird versucht, alles direkt mit KI zu lösen, RPA sollte jedoch nicht aus dem Fokus geraten. Aktuell gewinnt zudem Agentic Process Automation an Bedeutung – ein Ansatz, bei dem KI-gestützte Systeme nicht nur einzelne Schritte automatisieren, sondern eigenständig Entscheidungen treffen, Aufgaben priorisieren und komplexe Prozessketten steuern. Für Unternehmen eröffnet das ganz neue Möglichkeiten, da Automatisierung dadurch wesentlich flexibler, adaptiver und proaktiver wird.
Was fasziniert dich an diesem Themenfeld?
Mich fasziniert vor allem, dass Automatisierung echten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen kann. Es geht darum, Menschen von monotonen Aufgaben zu entlasten, damit mehr Zeit für anspruchsvollere Themen bleibt. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel und Fachkräftemangel wird das immer wichtiger. Das bedeutet aber nicht, dass die Automatisierung den Menschen ihre Arbeit wegnimmt. Wir erleben in fast allen Projekten, wie Mitarbeitende, die zu Beginn ängstlich oder skeptisch sind, schnell von den Vorteilen überzeugt werden und dann selbst neue Ideen einbringen. In diesen Momenten merke ich ganz besonders, wie sinnvoll meine Arbeit ist.
Was ist aus deiner Sicht die größte Herausforderung bei deiner Arbeit?
Die größte Herausforderung ist für mich, in einem so schnelllebigen Feld immer auf dem neuesten Stand zu sein. Technologien, Methoden und Kundenanforderungen entwickeln sich ständig weiter. Es ist sehr wichtig, offen und lernbereit zu bleiben. Fester Bestandteil meiner Arbeit ist es daher auch, mich laufend zu informieren, sei es durch Fachartikel, Online-Kurse oder den Austausch im Team. msg unterstützt mich dabei mit Zugängen zu Online-Plattformen, die mir genau dieses Wissen bieten, und hat für den Austausch eine AI-Community gebildet. Hier werden jeden Monat aktuelle Themen diskutiert und vorangetrieben.
Welchen persönlichen Rat würdest du jungen Menschen geben, die in das Feld der KI-Beratung einsteigen möchten?
Mein wichtigster Rat ist: Bleibt neugierig und innovationsfreudig! Die Branche wandelt sich ständig und deshalb gehört es dazu, Trends zu verfolgen. Man lernt nie aus – wem das gefällt, dem werden sich in dieser Branche viele Türen öffnen. Natürlich gehört auch der Mut dazu, eigene Ideen einzubringen. Außerdem ist Sichtbarkeit heutzutage sehr wertvoll. Teilt euer Wissen auf LinkedIn und baut euch ein Netzwerk auf. Durch aktives Teilen von Erfahrungen entstehen spannende Kontakte, aus denen sich wiederum neue Chancen und Projekte ergeben.
ÜBER DAS UNTERNEHMEN msg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit Standorten in 34 Ländern. Sie bietet ein ganzheitliches Leistungsspektrum aus einfallsreicher strategischer Beratung und intelligenten, nachhaltig wertschöpfenden IT-Lösungen für diverse Branchen. In den Bereichen Automotive, Banking, Insurance, Public Sector und Test Consulting bieten wir das Einstiegsprogramm „Professional Start“ an. Dieses vereint die Benefits eines Traineeprogramms mit den Vorteilen eines klassischen Berufseinstiegs.













