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    Home » Perfektionismus im Studium: Warum „gut genug“ manchmal besser ist als perfekt
    Ratgeber

    Perfektionismus im Studium: Warum „gut genug“ manchmal besser ist als perfekt

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    Raus aus der Prokrastination: Wer akzeptiert, dass Fehler dazugehören, arbeitet entspannter und effizienter
    Raus aus der Prokrastination: Wer akzeptiert, dass Fehler dazugehören, arbeitet entspannter und effizienter

    Von der Perfektionismus-Falle zur Produktivität: So nutzt du deine hohen Standards richtig

    Kennst du das? Du schiebst deine Hausarbeit immer weiter auf, weil sie noch nicht „perfekt genug“ ist. Oder du zweifelst nach jedem Erfolg daran, ob du ihn wirklich verdient hast. Perfektionismus ist unter Studierenden weit verbreitet – besonders in anspruchsvollen MINT-Fächern, wo Präzision und fehlerfreie Ergebnisse oft im Fokus stehen. Aber wann wird der Anspruch auf Exzellenz zum Problem? Und wie kannst du lernen, deine hohen Standards produktiv zu nutzen, statt dich von ihnen blockieren zu lassen?

    Um diese Fragen zu klären, haben wir Prof. Dr. Astrid Schütz von der Universität Bamberg interviewt. Sie ist Expertin für Persönlichkeitspsychologie. Im Gespräch erklärt sie, woran du merkst, ob dein Perfektionismus dir hilft oder schadet und gibt konkrete Tipps, wie du aus der Perfektionismus-Falle wieder herausfindest.

    Wie definiert die Psychologie Perfektionismus und warum tritt er gerade bei Studierenden so häufig auf?

    Perfektionismus ist die Tendenz sich extrem hohe Standards zu setzen und das Bemühen, Aufgaben fehlerlos zu absolvieren. Die Tendenz tritt besonders in Kontexten auf, in denen hohe Leistungen erwartet werden – wie das an der Universität der Fall ist.

    Aus Ihrer Erfahrung in Lehre und Forschung: Welche typischen Muster zeigen sich bei Studierenden mit starkem Perfektionismus?

    Ein mit Perfektionismus verbundenes Problem ist Prokrastination, weil die betreffenden Personen etwa eine Hausarbeit nicht abgeben wollen, bevor sie perfekt ist. Manchmal zeigt sich zusätzlich das Impostor-Syndrom, das jemand nämlich nach Erfolgen befürchtet als Hochstapler ‚enttarnt‘ zu werden, weil die Betreffenden etwa befürchten, etwa dem neuen Job nicht gewachsen zu sein und diesen nur durch glückliche Zufälle erhalten zu haben.

    Sie unterscheiden in Ihrer Forschung zwischen verschiedenen Arten von Perfektionismus. Können Sie uns den Unterschied zwischen funktionalem und dysfunktionalem Perfektionismus an Beispielen aus dem Studienalltag erklären? 

    Sich hohe Standards zu setzen kann herausfordernd wirken und somit funktional sein. Dysfunktional wird die Tendenz wenn die eigene Fehlbarkeit nicht akzeptiert wird und Angst vor Fehlern den Arbeitsprozess blockiert.

    Woher kommt Perfektionismus? Welche Rolle spielen Erziehung, gesellschaftlicher Druck und das Bildungssystem bei der Entstehung perfektionistischer Tendenzen?

    Es gibt zwar anscheinend eine gewisse genetische Komponente, aber Erfahrungen in Kindheit und Jugend scheinen wichtigere Faktoren zu sein. Problematisch scheint die Kombination extrem hoher Erwartungen mit Wertschätzung, die an das Erfüllen dieser Standards geknüpft ist (konditionaler Wertschätzung).

    Was sind aus wissenschaftlicher Sicht die gravierendsten Folgen von dysfunktionalem Perfektionismus für Studierende – sowohl für ihre Leistung als auch für ihr Wohlbefinden?

    Die Betroffenen tendieren häufig dazu, herausfordernde Aufgaben aufzuschieben, da sie Misserfolge und Ablehnung befürchten. Andere körperliche und psychische Beeinträchtigungen sind oft die Folge.


    „Gute Ergebnisse abliefern zu wollen ist ja prinzipiell sinnvoll und kann ein Motor für Leistung und Erfolge sein. Hilfreich ist das, solange es Kraft gibt und Freude am Tun dabei ist“


    Viele perfektionistische Studierende leiden unter chronischem Zeitmangel. Welche evidenzbasierten Strategien helfen dabei, Prioritäten zu setzen und „gut genug“ zu akzeptieren?

    Häufig ist das Problem leistungsabhängiger Selbstwert, dass die Person sich nur als wertvoll empfindet wenn sie Erfolge vorweisen kann. An dieser Kontingenz, also der Abhängigkeit des Selbstwertes von Erfolgen, kann man ansetzen –gegebenenfalls mit Selbstreflexion, andernfalls durch professionelle Hilfe, zB. Im Coaching.

    Wie können perfektionistische Studierende lernen, konstruktiv mit Fehlern und schlechten Noten umzugehen, ohne in Selbstkritik zu versinken?

    Auch hier bietet es sich an am Selbstkonzept zu arbeiten, indem man lernt Fehler als Lerngelegenheiten zu sehen, statt als Indikatoren für Versagen.

    Welche Rolle spielt Selbstreflexion dabei, Perfektionismus produktiv zu nutzen?

    Bei der Methode der Disputation werden irrationale Überzeugungen auf den Prüfstand gestellt, zB kann man die Einstellung „Wenn ich Misserfolg habe, bin ich nutzlos.“ hinterfragen.

    Günstig ist es auch, nicht über vergangene Misserfolge zu grübeln und bezüglich künftiger Aufgaben in sorgenvolle Gedanken zu verfallen, sondern sich auf die aktuelle Situation zu fokussieren. Achtsamkeit ist hier eine günstige Haltung – hierzu bieten wir auch einen kleinen Selbsttest an.

    Welche praxisnahen Tipps aus Ihrer Forschung würden Sie Studierenden mitgeben, um den eigenen Perfektionismus gezielt in Stärke umzuwandeln?

    Gute Ergebnisse abliefern zu wollen ist ja prinzipiell sinnvoll und kann ein Motor für Leistung und Erfolge sein. Hilfreich ist das, solange es Kraft gibt und Freude am Tun dabei ist. Wenn die eigenen Erwartungen aber zur Last werden und blockieren ist es an der Zeit diese in Frage zu stellen und gegebenenfalls dabei professionelle Hilfe zu suchen.
    Hilfreich ist auch eine Haltung des Selbtmitgefühls (self-compassion) wenn etwas mal schiefgeht und sich klar zu machen, dass Fehler dazugehören, allen Menschen Fehler unterlaufen.

    Weiterführende Informationen finden sich in unseren Buch: 
    Schall, M., & Schütz, A. (2020). Macht Erfolg glücklich? Wie Leistung belasten und zufrieden machen kann. Bern. Hogrefe


    Prof. Dr. Astrid Schütz: "Problematisch wird es, wenn die eigene Fehlbarkeit nicht akzeptiert wird"
    Prof. Dr. Astrid Schütz: „Problematisch wird es, wenn die eigene Fehlbarkeit nicht akzeptiert wird“

    Astrid Schütz und ihr Team forschen und lehren zu Persönlichkeitsunterschieden und sozialer Interaktion. Die Erkenntnisse haben sie in Forschungsartikeln, aber auch in Büchern für die allgemeine Öffentlichkeit publiziert. Neben Grundlagenforschung führen sie Praxisprojekte mit Unternehmenspartnern durch.

    Einblicke in aktuelle Projekte und die Möglichkeit an Studien teilzunehmen sowie über kleine Selbsttests Rückmeldungen zu erhalten, findest du hier unter diesem Link. 

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    Promotion und Zukunftsvision: Der neueste Artikel der BMW Group!

    Josef Pichlmeier ist Doktorand im ProMotion-Programm und forscht im Future Lab am Einsatz großer Sprachmodelle. Josef und seine Kollegin Ann Christin Rathje geben unserer Redakteurin Cornelia Huber einen Einblick hinter die Kulissen des Future Labs – Jetzt weiterlesen!

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    Karrieremesse jobvector career day

    23. April 2026, 09:00-17:00 Uhr (online)

     

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    Die studentische Gruppe Akaflieg München stellt sich vor! Bei der Akaflieg entstehen echte Flugzeuge, die Jahrzehnte in der Luft bleiben – und Spaß mit Freunden gibts oben drauf. Hier kannst du direkt weiterlesen.


    Spaß und die perfekte Vorbereitung auf die Automobilindustrie

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