Wie hilft ein Netzwerk Studentinnen in MINT-Fächern? Dr. Claudia Krell erklärt, wie erfolgreiche Kontakte zu Unternehmen entstehen und wer mitmachen kann.

„Ein Netzwerk macht Frauen sichtbar“
Was du wissen solltest
- Die Stärke: Ein starkes Netzwerk erweitert die Kontakte von Studentinnen, bringt Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven und fängt auf, wenn es schwierig wird.
- Die Sichtbarkeit: Ein Netzwerk macht Frauen in MINT-Fächern sichtbar und wirkt dem Gefühl der Isolation entgegen, weil man merkt: Ich bin nicht allein.
- Der Einstieg: Das Netzwerk ist bewusst offen und ohne Verpflichtung, einzige Voraussetzung sind Offenheit und Neugier.
Eine Studentin mit einem starken Netzwerk erweitert ihre sozialen Kontakte, lernt Studentinnen aus anderen Studiengängen und Fachbereichen kennen und öffnet dadurch ihren Horizont. Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven kann das Selbstvertrauen stärken und die eigene Position schärfen. In schwierigen Zeiten und bei Misserfolgen kann das Netzwerk auffangen, zum Durchhalten ermutigen und Unterstützung bieten. Für die Zukunftsplanung erlaubt das Netzwerk konkrete Einblicke in Unternehmen oder Berufsbilder und schafft dadurch mehr Klarheit über eigene Vorstellungen und Wünsche, die dann zielorientiert verfolgt werden können.
Studentinnen in MINT-Fächern machen zum Teil die Erfahrung, dass sie nur eine von sehr wenigen Frauen in ihren Studiengängen sind oder sogar die einzige Frau in einer Lehrveranstaltung. Das heißt, sie fallen auf, sie können als „anders“ wahrgenommen werden oder selbst das Gefühl bekommen, nicht dazuzugehören. Hinzu kommt, dass es oft wenige weibliche Dozierende und Role Models gibt. Ein Netzwerk macht Frauen sichtbar, kann den Kontakt untereinander herstellen oder erleichtern, dem Gefühl der Isolation entgegenwirken, den Austausch von Erfahrungen fördern und auch einen Safe Space bieten, wenn es zum Beispiel um die Erfahrung mit bestimmten Hürden oder Diskriminierung geht. So kann das Netzwerk vermitteln: Ich bin nicht allein, anderen geht es genauso.
Der Kontakt zu Unternehmen und potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern schon während des Studiums erweitert den Horizont und erleichtert die Karriereplanung. Die Teilnehmerinnen lernen im direkten Kontakt und Austausch ein Unternehmen kennen, dessen Arbeitsbereiche und Schwerpunkte, bekommen Einblicke in den Arbeitsalltag und – ganz wichtig – einen Eindruck von der Unternehmenskultur. Dieser persönliche Eindruck vor Ort ist wesentlich intensiver als er in einem Vorstellungsgespräch oder bei einer Messe sein kann. Der Austausch mit weiblichen Führungskräften stellt den Kontakt zu Role Models her: Studentinnen profitieren von den persönlichen Erfahrungen erfolgreicher Frauen, die Mut machen, den eigenen Weg selbstbewusst zu gehen.
Aus meiner Sicht macht eine gute Vernetzung für Studentinnen einen klaren Unterschied. Indem sie Frauen persönlich kennenlernen, die sich in der Promotionsphase befinden, eine Führungsposition innehaben oder Gründerinnen sind, werden diese Ziele greifbar und erscheinen damit erreichbar. Studentinnen erfahren im Netzwerk Ermutigung und Bestärkung, ihre Ziele zu verfolgen, auch gegen Widerstände. Am Beispiel erfolgreicher Frauen sehen sie, dass die Wege meistens nicht geradlinig verlaufen, dass auch Scheitern und Zweifeln dazugehören können. Ganz wichtig sind auch sehr praktische Hinweise: Wie finde ich eine Betreuungsperson und ein Thema für eine geplante Promotion? Vor welche Herausforderungen stellt mich eine Führungsposition bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es, wenn ich eine Gründungsidee habe?
Gemeinsam geht es meistens leichter. Und ja, es kostet vielleicht Überwindung, den ersten Kontakt aufzunehmen oder zu einer Veranstaltung zu kommen, ohne jemanden zu kennen. Auch mit diesem Gefühl ist keine Teilnehmerin allein und alle können sich sicher sein, dass es anderen ganz genauso geht. Der erste Schritt ist meistens der schwerste und gleichzeitig auch der mutigste. Für alle, die einen ersten Kontakt lieber im 1:1-Gespräch aufnehmen, stehen die Fakultätsfrauenbeauftragten und ich gerne für einen individuellen Termin zur Verfügung. Dafür reicht ganz einfach eine Mail an mint-frauen@uni-passau.de. Unser Netzwerk ist bewusst offen, das heißt, niemand geht eine Verpflichtung ein. Einzige Voraussetzung sind Offenheit und Neugier.
Laut Dr. Claudia Krell erweitert ein starkes Netzwerk die sozialen Kontakte, öffnet den Horizont und kann in schwierigen Zeiten auffangen und ermutigen. Dr. Claudia Krell erklärt, dass Teilnehmerinnen Unternehmen im direkten Austausch kennenlernen und Einblicke in Arbeitsalltag und Unternehmenskultur bekommen. Über den Austausch mit weiblichen Führungskräften entsteht außerdem der Kontakt zu Role Models. Dr. Claudia Krell sagt, das Netzwerk sei bewusst offen und niemand gehe eine Verpflichtung ein. Einzige Voraussetzung seien Offenheit und Neugier. Laut Dr. Claudia Krell reicht eine Mail an mint-frauen@uni-passau.de, um einen individuellen Termin zu vereinbaren. Der Erstkontakt ist für viele der schwerste Schritt, aber auch der mutigste.Häufige Fragen zum MINT-Frauennetzwerk an der Universität Passau
Was bringt ein Netzwerk Studentinnen in MINT-Fächern?
Welche Kontakte zu Unternehmen bringt ein Netzwerk im Studium?
Muss ich mich in einem Netzwerk verpflichten?
Wie kann ich als Studentin in ein MINT-Netzwerk einsteigen?