Als Quereinsteigerin Java programmieren lernen

Von einer, die auszog, als Frau „die IT“ zu erobern: Stefanie Ehrhard spricht im Interview mit hitech-campus.de darüber, wie sie auf die Idee kam, Java programmieren lernen und wie ihr das Women in Tech-Stipendium der IUBH dabei geholfen hat.

Stefanie, begegnen dir in der IT wirklich noch stereotype Rollenbilder oder ist das eher ein Wahrnehmungsproblem außerhalb der IT?
An mir selber habe ich es tatsächlich noch nicht erlebt. Die Wahrnehmung entsteht aber ganz einfach durch den Fakt, dass die meisten Developer-Teams zu 99 Prozent aus Männern bestehen.

Du selbst bist über die Arbeit mit „der IT“ in Kontakt gekommen? Wie kam das zustande?
Ich habe schon immer für digitale Produkte und Softwares gearbeitet. Angefangen habe ich bei einer E-Commerce-Plattform, war anschließend bei einer Live-Streaming-Plattform und dann für eine Kryptowährungs-Handelsplattform tätig. 

Stefanie Ehrhard, java programmieren lernen

Von Beginn an durfte ich bei den einzelnen Anwendungen Einfluss auf die komplette Entwicklung der Features nehmen, was sich mit der Zeit immer weiter gesteigert hat. Dies war vor allem dem Fakt geschuldet, dass die Teams, mit welchen ich gearbeitet habe, immer mehr Richtung Start-up gingen. Dadurch ist das Team näher zusammengerückt und hat Einblicke in alle IT-Bereiche bekommen.

Wie wurdest du auf das Stipendium „Women in Tech“ der IUBH aufmerksam?
Interessanterweise durch eine LinkedIn-Anzeige. Ich denke, diese habe ich angezeigt bekommen, da ich mich vorher schon zu diversen Master-Fernstudiengängen informiert hatte. Da hat das super gepasst.

Was hat dir das Stipendium gebracht?
Die Möglichkeit des „Women in Tech“-Stipendiums hat mir vor allem die Entscheidung erleichtert, ob ein Fernstudium finanziell möglich und das Richtige für mich ist. Dadurch, dass ich mir keine Gedanken über die Finanzierung des Masters machen musste, war die Entscheidung einfach. Während des Studiums stehe ich im sehr engen Kontakt zur IUBH, was mir ein sehr großes Gefühl der Unterstützung gibt.


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Programmieren lernen – wie geht man an diese Mammutaufgabe heran? Wie entscheidet man sich für eine Sprache und wie lang hast du dafür gebraucht?
Die „Basis-Sprachen“ wie Java oder HTML kann man sich mithilfe von kostenlosen YouTube-Videos und dem Internet beinahe selbst beibringen. Außerdem gibt es noch zahlreiche Browser-basierte Lernprogramme wie „Codeacademy“. Diese bieten zum Teil auch Probemonate an. Dort kann man direkt im Programm Codes erstellen und sie kontrollieren lassen. Die Resultate und Fehler sieht man sofort, daher haben mir die Programme sehr geholfen und gut gefallen.
Für das Studium habe ich mich entschieden, um nun auch die Theorie hinter den Codes und die systemischen Hintergründe des Programmierens zu lernen. So möchte ich in Theorie und Praxis auf ein neues, professionelles Level kommen.

Hast du besondere Motivationstipps für diejenigen, die beim Neuanfang wie der sprichwörtliche „Ochs vorm Berg“ stehen?
Einfach mal machen. Gerade die Probemonate auf den Lernplattformen eignen sich gut, um einen Einblick ins Programmieren zu bekommen. Die direkten Ergebnisse, die man in Null-Zeit produzieren kann, sind die beste Motivation, um am Ball zu bleiben. Und wem es nicht gefällt, der kündigt einfach wieder.


Die IUBH Internationale Hochschule möchte Frauen bei ihrem Start in eine technische Karriere künftig stärker unterstützen und damit den Gender Pay Gap zwischen den Geschlechtern verringern: Sie vergibt 100 Stipendien exklusiv an Frauen für alle technikorientierten Studiengänge des IUBH Fernstudiums. Noch bis Juli werden monatlich 10 Stipendien vergeben, die Bewerbung funktioniert unkompliziert über ein kurzes Statementvideo unter http://www.iubh-fernstudium.de/women-in-tech


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