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    Unternehmenszentrale Osram

    Von einer, die auszog, die Welt zu erhellen.

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    By Bettina Riedel on 2. November 2017 Energiesektor, Frauen x Tech, NaWi, Physik, TOP-ARBEITGEBER ING

    Wer bei dem Fachbereich Optik nur an Brillen oder gutes Aussehen denkt, dem entgehen als Physiker echte Karrierechancen. Wo? Bei OSRAM, Spezialist für LED Technologie und Automobilbeleuchtung. Jasmin Muster, Applikations-/ Entwicklungsingenieurin, stieg nach ihrem Studium dort ein und erklärt im Gespräch mit www.hitech-campus.de, welche Vielfalt wirklich hinter OSRAM steckt.

    Hätte man sie als Kind gefragt, was sie studieren möchte, hätte sie ,Maschinenbau’ geantwortet. „Zum Glück habe ich mich für die Physik entschieden“, stellt sie fest, während sie eine Lichtquelle für Messungen im Labor vorbereitet. An der Uni bemerkte Jasmin recht schnell, dass Frauen in ihrem Fach mehr als unterrepräsentiert waren. Trotzdem war sie hier richtig: Sie wollte forschen und aktiv entwickeln. Damit war nach dem Master in Engineering Physics an der TU Darmstadt der Weg in die Industrie klar vorgegeben – und der Weg zu OSRAM geebnet.

    Berufsziel: Aktiv entwickeln und forschen

    Ihr Berufsziel, aktiv zu entwickeln und vorne dabei zu sein, kann sie bei OSRAM ohne Probleme verwirklichen: Sie arbeitet aktuell am Standort Herbrechtingen in der Vorentwicklung – auf ihrer Visitenkarte steht „Advanced Development Automotive Division SSL“. Hier werden jährlich mehr als vier Millionen Autolampen produziert. Mit dem fachlichen Schwerpunkt ,Optik’ bringt sie die passende Ausbildung mit.  Was sie daran fasziniert? „Alles dreht sich um Licht. Man braucht es zum Leben und es beeinflusst den Menschen unfassbar. Mit der Farbtemperatur können Menschen aufgeweckt oder schläfrig gemacht werden. Eine kleine blaue Lampe an der Armatur hält beispielsweise Fahrer in der Nacht besser wach.”

    Ein gutes Gefühl kann sie den Menschen mit ihren Lichtquellen auch geben. Seit mittlerweile fünf Jahren ist Jasmin Muster bei OSRAM tätig. In der SSL kümmert sie sich um alles, was mit LED oder Lasern zu tun hat. Zurzeit hat sie ihren Schwerpunkt auf optischer Messtechnik. Nach ihrem Studium recherchierte sie für ihren Berufseinstieg über Optikdesign – und stieß recht schnell auf OSRAM und war überrascht über die Projekte, die hier bearbeitet werden. „Das sieht man eigentlich erst richtig, wenn man sich aktiv damit beschäftigt. Was ich interessant finde, ist natürlich der Markt für LED, SSL und Laser, denn der ist noch stark im Wachstum.” OSRAM baut nicht nur die Lichtquellen selbst, sondern auch die Elektronik im direkten Umfeld wie beispielsweise Vorschaltgeräte, die LED-Treiber. „Oder wir integrieren die Lichtquelle hoch, sodass am Ende ein ganzes Modul steht, in dem ein Kühlkörper direkt schon integriert ist.”

    Interaktives Vorstellungsgespräch

    Warum sie sich für OSRAM entschieden hat? Unter anderem wegen der tollen Atmosphäre, die sie während ihres Vorstellungsgesprächs kennenlernen konnte – statt nur am Schreibtisch Fragen zu beantworten, ging sie durch ,ihre‘ Abteilung und unterhielt sich mit den potenziellen Kollegen . „So wie ich die Menschen hier kennengelernt habe, so herzlich wurde ich tatsächlich auch aufgenommen. Man merkt, dass sich jeder die Zeit nimmt, dir Sachen zu erklären und dass du hier wirklich willkommen bist.“ Eingestiegen ist sie letztendlich direkt als Applikationsingenieurin.

    Hier in der Applikation werden etablierte Lichtquellen zu einem oder mehreren Endprodukten weiterentwickelt. Gemeinsam mit ihren Kollegen überlegte sie sich über diese 18 Monate nicht nur, wie die Anwendungen aussehen könnten, sondern half im Team auch den Kunden auf der Suche nach dem passenden Design für die jeweilige Lichtquelle. Design-In-Support nennt man das. „Man gibt Tipps, welche verschiedenen Lichtfunktionen der Kunde realisieren und wie man das Produkt gestalten könnte“, erklärt Jasmin. Damit sie von Anfang an durchstarten konnte, bekam sie ein eigenes Projekt – und einen Paten aus der Abteilung, den sie die ersten Tage begleitet hat und für ihre Fragen zur Verfügung stand. Dann verlagerten sich ihre Aufgaben zusehends in die Vorentwicklung. Mit anderen Worten: Jasmin prüft, ob sich die Ideen, die sie gemeinsam mit den Kollegen ersonnen hat, auch umsetzen lassen. Fünf Laserlabore hat Jasmin in den letzten Jahren in Herbrechtingen aufgebaut – eine große Aufgabe für einen Menschen, der noch am Anfang seiner Karriere steht. Laserlicht für Fahrzeuge ist seit etwa zwei Jahren ein ganz heißes Thema. Eine entsprechend wichtige Rolle spielt es in der Vorentwicklung. „Beim Umgang mit nackten Laserdioden, die später in unseren Lichtmodulen verbaut werden, ist die Sicherheit eine große Herausforderung“, erläutert sie. „Man muss den Raum, in dem man Messungen und Tests vornimmt, so gestalten, dass niemand in den Lichtstrahl hineinlaufen kann.“

    OSRAM: Die richtige Karriereentscheidung

    Jasmin hat es nie bereut, zu OSRAM gekommen zu sein. „Mein Job macht mir sehr viel Spaß. Ich kann hier alle Facetten meiner Persönlichkeit einfließen lassen“, erklärt sie, die sich selbst als perfektionistische Kreative oder auch kreative Perfektionistin bezeichnet. „In meiner Funktion muss ich in mancher Hinsicht sehr strukturiert und organisiert sein. Sonst gäbe es Chaos. Andererseits geht es gerade in der Vorentwicklung nicht ohne Kreativität. Schließlich sitzen wir oft zusammen und überlegen gemeinsam, was wir als nächstes aushecken können.“ Wenn am Ende des gemeinsamen kreativen Prozesses dann eine neue Lichtquelle entsteht, ist das schon ein ziemlich cooles Gefühl, bestätigt Jasmin. Und noch viel cooler ist es, wenn man das eigene „Baby“ dann auch noch in der Praxis im Einsatz sieht. So wie das Lasermodul, das Jasmin gemeinsam mit ihren Kollegen entwickelt hatte und in einem Motorsportwagen verbaut wurde. „Wir hatten die Idee und haben die Prototypen gebaut“, sagt sie. „Wenn man dann sieht, wie unsere Erfindung in einem Rennauto rumflitzt, macht einen das schon ein bisschen stolz.“ Auch fünf Jahre nach ihrem Einstieg bleibt es also weiterhin spannend für Jasmin Muster. 


    Ingenieure bei Osram, Osram als Arbeitgeber, Jasmin Muster engineering physicsJasmin Muster, 30 (Stand 2015), absolvierte ihren Master in Engineering Physics an der TU Darmstadt und stieg 2010 als Applikationsingenieurin bei OSRAM ein. Sie legte ihren fachlichen?Schwerpunkt auf Optik, weil sie Licht als elementar empfindet – und das optimal bei OSRAM einbringen kann.


    Weitere Informationen zu den Einstiegsmöglichkeiten für Studenten und Absolventen bei OSRAM findet ihr auch auf der Website osram.de/karriere.


    Weitere Beiträge zur Energiebranche gibt’s hier in der Übersicht.

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    Hier geht's zurück zu allen Beiträgen aus Frauen x Tech!

    Wozu eine Kategorie namens Frauen x Tech?

    Mit den Beiträgen aus der Kategorie "Diversity & Inklusion" möchten wir Sichtbarkeit schaffen. Frauen, die es geschafft haben oder auf dem Weg zu ihren Zielen sind. "Erfolg" ist dabei ein sehr dehnbarer Begriff, den jede:r für sich selbst definieren kann. Manche feiern, dass sie hochkomplizierte Projekte planen und durchführen, andere, dass sie ihr Pensum in einer 4-Tage-Woche unterbekommen. Entsprechend divers sind auch die Vorbilder, die wir hier interviewen und vorstellen.

    Eine oft gebrachte Frage ist, ob Frauen besondere Förderung brauchen – wozu auch unser Karrierenetzwerk gezählt wird. Die Formulierung klingt ein wenig seltsam, denn sie stellt Frauen als eine Gruppe dar, die es alleine nicht an die Spitze schafft. Dem kann durchaus so sein – entscheidend für den Misserfolg ist aber nicht fehlendes Know-how, sondern entsprechende gesellschaftliche Strukturen, die das Vorankommen oft verhindern. Es braucht keine besondere "Förderung", sondern Wandel und Sichtbarkeit. Für letzteres sorgen wir mit unserer Redaktion - viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

    Arbeitgeber stellen sich vor

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    Was macht einen guten Arbeitgeber in Sachen Diversity, Frauenförderung aus …?

    Unternehmen nur durch ein Vorstellungsgespräch kennenzulernen, ist nicht immer einfach. Daher lohnt es sich, bereits frühzeitig Fragen zu stellen, um die dir wichtigen Dinge abzuklären:

    • Gibt es Mentoring-Programme?
    • Kann man dir weibliche Vorbilder in Führungspositionen nennen?
    • Haben Mitarbeitende interne Netzwerke bilden dürfen?
    • Stichwort soziales Engagement mit Kolleg:innen: Gibt es das und zu welchen Zwecken?
    • Gibt es Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und sind diese auch für nicht der Norm entsprechende Menschen nützlich?
    • Gibt es passende Arbeitsumgebungen für neurodivergente Menschen, bspw. gedimmtes Licht, Lrämschutz, Home Office-Möglichkeiten?

    Das sind Basisfaktoren, mit denen du bereits vorfühlen kannst, ob sich bei diesem Arbeitgeber in Sachen DEI überhaupt etwas tut.

    Die neueste Ausgabe von HI:TECH CAMPUS

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