Satellitendaten für deine Gesundheit

Ob du nun gerne wanderst, mit dem Fahrrad die Gegend erkundest oder mit deiner Familie und Freunden im Garten chillst – die Sonnenstrahlung ist allgegenwärtig. Um dich vor zu viel UV-Strahlung zu schützen, hat ajuma ein kleines, aber smartes Device auf den Markt gebracht.

Annette, es klingt so simpel: Im Sommer sollte man zu viele Sonnenstrahlen vermeiden. Warum braucht es dennoch euer Produkt?
Sonne macht gute Laune, und ist – in gesundem Maß – lebenswichtig für uns. Wir brauchen genug Sonnenlicht, um in unserer Haut selbst Vitamin D zu bilden. Dieses ist wiederum wichtig für unser Knochengesundheit und ein stärkeres Immunsystem. Menschen können Licht sehen und Wärme spüren. Aber für UV-Strahlung haben wir kein Sinnesorgan und können selbst nicht gut einschätzen, wie viel Sonne wir brauchen und ab wann es zu viel wird. Denn die Stärke der UV-Strahlung hängt nicht nur von der Tages- und Jahreszeit ab, sondern auch von der Bewölkung, der Höhe am Berg, oder dem Untergrund.

Wie funktioniert die Messung der UV-Strahlung?
Der UV-Bodyguard ist ein kleines, smartes Wearable, das per Bluetooth die UV-Messdaten an das Smart­phone schickt. In der zugehörigen App kann ich mein Profil mit Hauttyp und Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme anlegen. So sehe ich in Echtzeit, wie viel Prozent meiner gesunden Sonnendosis ich schon erreicht habe (Vitamin D), und wie lange ich noch in der Sonne bleiben kann (Sonnenbrandgefahr, erhöhtes Hautkrebsrisiko). Eine Besonderheit beim UV-Bodyguard ist, dass wir Satellitendaten  wie Ozon­werte, und Sonnenzenitwinkel mit UV-Mess­daten kombinieren und so sicherstellen, dass wir die Daten messen, die für die menschliche Haut relevant sind.

Die beiden Gründer Annette und Julian.

Wie viel Wissen setzt ihr bei Kunden voraus?
Vorkenntnisse sind nicht nötig, um den UV-Bodyguard sinnvoll zu benutzen, nur ein bisschen technisches Grundverständnis, was beispielsweise die Bluetooth-Verbindung zwischen Wearable und Smartphone betrifft, und Interesse am Thema UV. Wichtig bei der Benutzung des UV-Bodyguard ist: Er soll nicht verschattet und im Idealfall zur Sonne ausgerichtet sein. Wir kennen das ja bei uns selbst: An den sogenannten Sonnenterrassen unseres Körpers – wie Nase oder Schultern – bekommen wir zuerst Sonnenbrand, während die Unterseite der Arme auch den ganzen Sommer über fast weiß bleibt.

Das DLR zählt zu euren Unterstützern – ist eine Weiterentwicklung  Richtung Luft- und Raumfahrt angedacht?
Wir kommen ja aus dem Feld der Erdbeobachtung mittels Satellitendaten, also aus der Nutzung der Luft- und Raumfahrt-Daten für Erdanwendungen. UV-Strahlung ist auf der Erde an vielen Punkten für uns ganz entscheidend, aus Sicht der menschlichen Gesundheit natürlich, aber auch für Industrieanwen­dungen wie Materialalterung oder Predictive Maintainance. Der UV-Bodyguard ist aktuell auf das solare UV-Spektrum auf der Erde kalibriert, weitere Anwendungen für diverse Industrien denken wir kontinuierlich weiter.

Mehr zu ajuma findest du hier und mehr aus dem Karrierenetzwerk Gesundheits-IT findest du hier. 

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