Berufseinstieg in die Batterieforschung 2021

Liebe:r Leser:in,

du interessierst dich für den Berufseinstieg in die Batterieforschung und das finden wir super! In diesem -deinem- Karrierenetzwerk Batterieforschung stellen wir dir Projekte aus der Wirtschaft sowie potenzielle Arbeitgeber vor und wir sprechen mit Professoren aller relevanter Hochschulen. So bist du thematisch bestens versorgt und die eine oder andere Brancheninfo macht sich im Vorstellungsgespräch sicherlich auch nicht schlecht. In diesem Artikel gibt es eine kleine Übersicht, mehr dann in den verlinkten Artikeln oder eben im Karrierenetzwerk.

Wenn dir eine Info fehlt, schreib uns gerne an batterieforschung@hitech-campus.deStand: Dezember 2020

Mit welchem Studium kommst du rein?

„Das ist ein äußerst spannendes und dynamisches Feld. Wir halten es für unfassbar wichtig, dass hier interdisziplinär zusammengearbeitet wird. Elektrotechnik, Maschinenbau, Materialwissenschaftler, Chemiker, Physiker, Wirtschaftsingenieure – quasi alle Fachdisziplinen leisten ihren Anteil“, so Janna Hofmann von KIT.
Mehr zu den Forschungsclustern am KIT in diesem Beitrag.

Dein zukünftiger Verdienst

Eine allgemeingültige Aussage kann man hier nicht treffen, doch auf jeden Fall Anhaltspunkte: „In der Forschung im Bereich Produktionstechnik startet man mit einem Gehalt von TVL-E-13, wenn man einen Masterabschluss hat“, so Janna Hofmann vom AgiloBatt (KIT).

Langfristige Branchenprognose

Wer vor seinem Bachelor- oder Masterabschluss steht und schon immer die Automobilbranche als Ziel hatte, fühlt sich im Moment wahrscheinlich verunsichert. Es gibt aber Bereiche, in denen der Traum von der Automotivebranche immer noch erfüllt werden kann. Wer einen Bezug zu intelligenten Systemen im Fahrzeug hat und die IT nicht zu weit vernachlässigt, hat wirklich noch sehr gute Chancen – ob nun Absolvent:in oder Unternehmen. Wer gute Kenntnisse in Sachen Embedded Systems hat, kann langfristig sehr erfolgreich sein. Eine zweite Möglichkeit sind die Themen rund um alternative Antriebstechniken. Wer sich ausschließlich auf den Verbrennungsmotor konzentriert, hat aus meiner Sicht verloren.
Mehr zum Status Quo in diesem Bericht von Prof. Sabbert, Ostfalia Hochschule und Initiator des Masterstudiengangs „Fahrzeugsystemtechnologien“.

Welche Forschungscluster für Batterien gibt es?

Was du mitbringen musst:

“Früher reichte es, Fahrzeugexpert:in zu sein, jetzt dreht es sich häufig um Kommunikation und Nachrichtentechnik. In der Automobilbranche ist es mittlerweile also an der Tagesordnung, nicht als reine:r Expert:in an die Aufgaben heranzugehen, sondern sehr viele Bereiche gleichzeitig zu berücksichtigen. Jede:r Ingenieur:in muss eine Programmiersprache können, das ist unerlässlich. Wer überhaupt nicht programmiert, hat heutzutage verloren. Bei Automotive sind es ganz klar die Grundlagen der Automotive-Software, final beibringen müssen die Studierenden sich das Programmieren an sich selbst.” Mehr zum Status Quo in diesem Bericht von Prof. Sabbert, Ostfalia Hochschule und Initiator des Masterstudiengangs „Fahrzeugsystemtechnologien“.

Bewerbung & Interview

Brancheninfo 1: Impulse gehen neben Teslas Batterieproduktion ebenso von den europäischen Kooperationen in diesem Bereich aus, wie zum Beispiel die von VW und Northvolt in Salzgitter sowie die Kooperation von Opel, PSA und dem französischen Batteriehersteller Saft. Viele weitere namhafte Projekte im Batteriesektor, wie die innovativen Lösungen von Varta und die Modulfertigung von Webasto, werden den Trend verstärken. Eine vollständige Auflistung würde den Rahmen dieses Beitrags sicherlich sprengen, was das Interesse der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Absolventen am Themenkomplex Batterie weiter beflügeln wird. Mehr dazu im Gespräch mit Dr. Daab vom BayBatt.

Nachhaltigkeit & Sinn

„Wir wollen unser Produktionssystem materialflexibel ausgestalten – das bedeutet, dass auch neuere nachhaltigere Materialien (Stichwort kobaltfrei oder gar Post-Lithium) durch nur kleine Anpassungen im AgiloBat Produktionssystem gefertigt werden können“, erklärt Janna Hofmann vom AgiloBatt des KIT.

Insider Tipps

Tipp 1: Es gibt viele Autozulieferer, die sich früh auf die IT oder Elektrik/Elektronik konzentriert haben. Diese sind in der Regel am Schnellsten, sich auf die vollständige E-Mobilität, autonomes Fahren und Connected Mobility zu konzentrieren. Bei allen anderen sind die Schritte hin zu neuen Nischen größer – das macht den Wandel sicherlich reizvoll, weil du dort noch viel mitgestalten kannst. Hier stellen wir dir einige Arbeitgeber aus der Batterieforschung vor.

Tipp 2: Gerade Themen wie autonomes Fahren rufen neue Player auf den Markt: Seien es Start-ups, die sich aus etablierten Unternehmen ausgründen und sich auf ein essenzielles Produkt konzentrieren oder komplette Neugründungen. Unternehmen, die eigentlich weit weg von den Automobilherstellern sind, begreifen außerdem ihre Rolle neu: Sie lassen ihr Wissen, etwa über Optik, in neue Produkte fließen wie etwa LiDAR. Lass dich also nicht vom alten Image bekannter Marken lenken, sondern werfe dein Netz weit aus.

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